Premiere: 6. Februar 1982
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Die Heiratsvermittlerin
Horace Vandergelder, ein wohlhabender Ladenbesitzer im verschlafenen Kleinstädtchen Yonkers, beschließt wieder zu heiraten. Auch seine Nichte Ermengarde, die sich zu seinem Missfallen in einen Künstler verliebt hat, möchte er standesgemäß unter die Haube bringen. Miss van Huysen, seine gute Bekannte in New York, soll als Heiratsvermittlerin die Fäden ziehen. Gesagt, getan. Der frisch eingestellte Lehrling Malachi schafft das Gepäck nach New York.
Kaum ist Vandergelder abgereist, beginnen seine Angestellten Cornelius und Barnaby Pläne zu schmieden. Obwohl ihnen Vandergelder eingeschärft hat, dass sie in seiner Abwesenheit den Laden ordentlich führen sollen, beschließen die beiden, die Gunst der Stunde zu nutzen und heimlich nach New York zu fahren, um sich zu amüsieren.
Das hätten sie besser nicht tun sollen: in New York laufen sie prompt ihrem Chef über den Weg und flüchten in Mrs. Molloys Hutladen, um sich zu verstecken. Vandergelder, der sich in Ruhe seine Heiratskandidatinnen ansehen will, kommt ebenfalls in den Laden. Hier sind offenbar noch andere Männer anwesend – empört verabredet er sich zur weiteren Brautschau im Gartenrestaurant „Harmonie“. Mrs. Molloy und ihre Assistentin kommen die bei-den Kleinstädter gerade recht. Obwohl Cornelius und Barnaby knapp bei Kasse sind, gehen sie alle zusammen essen – unglücklicherweise ebenfalls in der „Harmonie“.
Im Restaurant lässt sich nur durch einen eilig aufgestellten Wandschirm gerade noch vermeiden, dass Vandergelder seine Angestellten entdeckt. Vandergelder und Mrs. Lewin scheinen sich näherzukommen, da kommt es, wie es kommen muss: er erkennt die als Mädchen verkleideten Cornelius und Barnaby, die sich eilig aus dem Staub machen.
Zu Hause bei Miss van Huysen, die heimlich auch schon ein Auge auf Vandergelder geworfen hat, gipfeln die Verwechslungen und Verwicklungen in einem heillosen Durcheinander. Beinahe ginge die Brautsuche schief. Aber die tüchtige Heiratsvermittlerin bringt wieder Ordnung in die Angelegenheiten und alles nimmt doch noch ein gutes Ende.

